Südafrika Frühjahr 2013

Allgemeines
  • Reisezeitraum: 21.4. bis 10.5.2013
  • 3360 km mit dem Auto (Gesamtstrecke: Johannesburg – Rustenburg – Madikwe Game Reserve – Marakele NP – Vaalwater – Louis Trichardt – Thohoyandou – Kruger NP – Pretoria – Johannesburg)
  • Kosten: 3700,- € (davon: Flug 777 € incl. Rail&Fly, Mietwagen 299 €)
  • Bilder: 2308 gemacht, davon 1286 archiviert

Alle Preise im Text beziehen sich auf den Zeitpunkt der Reise. Der Kurs des Rands ist ca. 12:1 (schwankt zw. R 11,50 und 11,74).
Verwendete Abkürzungen: LP = Lonely Planet (Reiseführer), NP = Nationalpark

Auf ‚Strecke‘ ist jeweils ein Screenshot mit der Route (GPS Track) für diesem Tag hinterlegt.

Inhalt

Vorbereitung

Ich habe noch alten Urlaub und nachdem ich Probleme mit den Birkenpollen habe wäre es nicht schlecht Ende April/Anfang Mai wegzufahren. Irgendwann kristallisiert sich Südafrika als Ziel heraus. Bezahlbare Flüge gibt es noch. Nachdem ich bereits 3x dort war suche ich nach Ecken wo ich noch nicht war. Der Kruger NP sollte auch dabei sein. Ich entscheide mich für das Madikwe Game Reserve/Marakele NP als Start. Damit steht die ungefähre Route fest: die erwähnten Parks und dann im Norden in den Kruger NP. 2 Tage Gomo Gome Lodge wären auch nicht schlecht (ich war bereits 2010 dort).
Im Madikwe Game Reserve entscheide ich mich für die Tau Game Lodge. Es gibt noch eine billigere Lodge ohne Elektrizität aber muss es ganz einfach sein (die Akkus müssen auch geladen werden). Als nächstes frage ich die Lodges wg. freier Plätze in dem gewünschten Zeitraum an. Nach den Rückmeldungen geht es Schlag auf Schlag:
04.04.13 Flug direkt bei Lufthansa im Internet gebucht (dabei habe ich übersehen dass der Zubringerflug ab Nürnberg billiger gewesen wäre als das Rail&Fly Ticket)
09.04.13 Auto bei rentalcars.com gebucht (Budget, Opel Corsa ähnlich, SB ca. R 5000)
19.04.13 Tau Game Lodge per Mail gebucht
Die Unterkünfte im Kruger NP und die Gomo Gomo Lodge wollte ich unterwegs buchen um flexibler zu sein. Zur Not kann man den Kruger NP abends verlassen und sich eine Unterkunft außerhalb suchen.

So sieht die Grobplanung aus als ich Deutschland verlasse:
Mo. 22.4.: Ankunft in Jo’burg am Morgen, Fahrt Ri. Rustenburg, Hartebeespoortdam
Di. 23.4.:  Checkin : Madikwe Game Reserve
Mi. 24.4.: Madikwe Game Reserve
Do. 25.4.: Checkout Madikwe Game Reserve, Marakele NP
Fr. 26.4.: Marakele NP ?
Sa. 27.4.: Soutpansberge od. Louis Trichardt
So. 28.4.: Sibasa (Venda Region) ?
Mo. 29.4.: Sibasa (Venda Region)
Di. 30.4.: Punda Maria Camp, Kruger NP ?
Mi. 1.5.: Punda Maria Camp, Kruger NP
Do./Fr. 2./3.5.: Letaba oder Olifants Camp, Kruger NP
Sa./So. 4.5.5.: Satara Camp, Kruger NP
Mo./Di. 6./7.5.: Gomo Gomo Lodge (Timbavati)
Mi. 8.5.: Pretoria?
Do. 9.5.: Abflug in Jo’burg am Abend
Ich hatte noch nie bei einer Reise eine so genaue Planung im voraus. Aber es kam anders …

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Fotoausrüstung/Bilder

Kamera: Canon EOS 7D
Objektive: Sigma 4,5-5,6/8-16mm (nicht benutzt), Canon 3,5-5,6/15-85mm, Canon 4/70-200 mm (+ 1,4x Extender), Sigma 4,0-5,6/80-400 mm, Canon Makro 2,8/100 mm IS USM
Blitzgeräte: Metz 54 MZ-4i, Metz Ringblitz
Stativ: Benro Carbon Stativ mit Kugelkopf (nicht benutzt)

Gemachte Bilder
Auf der Reise habe ich insgesamt 2308 Bilder gemacht. Davon wurden 1286 archiviert, d.h. fast die Hälfte wurde gelöscht. Bei Makro-/Tieraufnahmen mache ich gerne ein Bild mehr und zuhause suche ich die besten aus. Die archivierten Bilder teilen sich auf in 226 Urlaubs-, 1035 Tier- und 25 Pflanzenbilder.
Alle Bilder im Artikel wurden mit dem RAW-Konverter DxO Optics Pro 9 leicht bearbeitet. Meistens wurde nur das DxO-Standard-Preset angewendet. Bei manchen Bildern wurden Weißabgleich, Belichtung und Kontrast manuell verändert, bei ein paar Bildern wurde der Ausschnitt angepasst.
Alle Makroaufnahmen sind mit dem Canon 2,8/100 mm IS USM und dem Metz Ringblitz aus der Hand gemacht.

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Reiseverlauf

Auf ‚Strecke‘ ist jeweils ein Screenshot mit der an diesem Tag gefahrenen Route (GPS Track) hinterlegt.

So. 21.04.: Um 15.30 Uhr geht es mit dem Taxi zum Bahnhof, der ICE nach Frankfurt/Flughafen geht um 16.00 Uhr. Flug mit Lufthansa: Frankfurt – Johannesburg (Abflug 22.35 Uhr, Airbus A380).

Airbus A380 der Lufthansa am Frankfurter Flughafen

Airbus A380 der Lufthansa am Frankfurter Flughafen

Mo. 22.04.: Planmäßige Ankunft ist 8.40 Uhr. Nachdem die A380 fast voll war staut es sich vor der Passkontolle (Tipp: einen Platz vorne im Flugzeug und anschließend zügig zur Passkontrolle gehen). Danach Gepäck abholen (hier wieder lange Wartezeiten) und dann zum Autoverleih. Bestellt habe ich einen Opel Corsa o.ä., bekommen habe ich einen Toyota Corolla. Um 10.15 Uhr geht es dann los Richtung Hartebeespoort. In Pretoria suche ich erst mal die N4 auf die ich im rechten Winkel stoßen sollte. Aber ich sehe keine Wegweiser und deshalb fahre ich erst mal über die N4 ohne es zu merken. Mein GPS im Smartphone geht nicht, deshalb geht auch das Navi nicht (am Abend starte ich das Smartphone neu und alles geht wieder). Irgendwann sehe ich einen Wegweiser nach Hartebeespoort und folge diesem. Erst geht es zum Hartebeespoort Dam und Welwitschia Country Market (Kunstmarkt).
Danach nach Rustenburg wo ich etwas außerhalb übernachte. Dort besorge ich mir eine SIM-Karte für mein altes Handy um zu zivilen Preisen (1,5 R/min) telefonieren zu können. Die Karte bekommt man ohne das jemand den Ausweis sehen will. Allerdings geht sie nur in Südafrika. Auslandsgespräche sind nicht möglich. Ankunft im B&B ca. 15.00 Uhr. Im herrlichen Garten suche ich noch nach Insekten und Blüten.
Am Abend geht der Besitzer (er ist Maler) mit zum Essen in einer nachgebauten Burg.

Strecke: Johannesburg – Hartebeespoort Dam – Rustenburg (170 km)
Übernachtung: Bushwillow B&B bei Rustenburg (Besitzer ist Maler)

Di. 23.4.: Aufgestanden bin ich um 7.00 Uhr, danach Frühstück und um 9.15 Uhr geht es los Richtung Zeerust. Unterwegs noch ein Stopp in Swartruggens. Zeerust ist ein typisches südafrikanisches Städtchen, d.h. es ist das Einkaufszentrum für das Umland mit breiten Straßen.
Ab Zeerust geht es nach Norden Richtung Botswana. Kurz vor der Grenze geht es rechts ab auf eine Schotterstraße. Dieser zwischen der Grenze und dem Madikwe Game Reserve verlaufenden Straße folge ich bis zum Eingang zur Tau Game Lodge. Vom Eingangstor sind es noch ein paar Kilometer bis zur Lodge.
Im Madikwe Game Reserve sind keine Tagesbesucher zugelassen. Man muss in einer der (teuren) Lodges übernachten. Ca. 13.00 Uhr bin ich an der Lodge. Alle Häuschen stehen direkt am Wasserloch, von der Veranda kann man direkt die Aktivitäten der Tiere verfolgen.
Um 16.00 Uhr beginnt der erste Game Drive mit Rangerin Megan. Wir sehen Elefanten, Büffel und gegen 17.00 Uhr eine schlafende Löwin. Zurück sind wir gegen 19.00 Uhr (32 km).
Danach Abendessen in der Boma: die Tische sind im Halbkreis um ein Lagerfeuer angeordnet.

Strecke: Rustenburg – Zeerust – Madikwe Game Reserve (310 km)
Übernachtung: Tau Game Lodge, Madikwe Game Reserve (R 3048 all inclusive = 262 €)

Mi. 24.4.: Wecken ist um 6.00 Uhr und um 6.30 Uhr geht es auf den ersten Game Drive. Ca. 7.45 Uhr treffen wir auf 3 Löwen. Einer ist der Platzhirsch und die beiden anderen sind Brüder und gerade dabei den Platzhirschen zu vertreiben. Die Ranger kennen die Katzen sehr gut, oft haben sie sogar Namen. Laut der Rangerin geht es hier auf Leben und Tod. Der einzelne Löwe hat keine Chance gegen die beiden anderen. Für uns sieht das eher gemütlich aus. Der erste Löwe steht und die beiden anderen sitzen ca. 50 m weiter am Boden. Dann erhebt sich der erste und geht weg, die Kontrahenten folgen nach ein paar Minuten und wir auch. Allerdings besteht auch für die Verfolger ein Verletzungsrisiko beim Kampf und eine schwerere Verletzung kann auch für den Sieger den Tod bedeuten da er nicht oder nur noch eingeschränkt jagen kann.
Am Rückweg passieren wir noch eine andere Lodge und um 9.15 Uhr sind wir zurück (30 km). Danach Frühstück und anschließend Freizeit bis zum Mittagessen um 14.00 Uhr. Von anderen Lodges kenne ich dass nach dem Frühstück ein ca. einstündiger Bush Walk folgt. Dies ist hier nicht der Fall. Im Auto gibt es auch keinen Tracker, der Ranger ist alleine.

Auf dem Gelände der Lodge findet man auch viele Fotomotive:

Nachdem Elefanten gerne frisches Wasser trinken, trinken sie am Zulauf für das Wasserloch der Lodge. Die Bilder oben sind mit 136/67 mm (KB) aufgenommen. Natürlich ist ein Zaun dazwischen.
Und wenn man keine Lust mehr hat geht man an die Bar oder zieht sich auf seinen Balkon zurück. An beiden Orten hat man eine herrliche Aussicht auf das Wasserloch.
Mein Häuschen und die Aussicht vom Balkon. Wasserböcke benötigen jeden Tag Wasser und halten sich deshalb immer in der Nähe davon auf.
Um 16.00 Uhr geht es wieder los. Die Sichtungen sind nicht sehr umfangreich: ein Kudu (wg. des weißen Streifen im Gesicht sind das für mich die Indianer). eine kleine Zebraherde mit Jungtier und ein Trauerdrongo im Abendlicht.
Zurück sind wir gegen 19.00 Uhr (38 km). Abendessen: Eland Steak.

Übernachtung: Tau Game Lodge, Madikwe Game Reserve (R 3048 all inclusive, insgesamt zahle ich in der Lodge R 6414 = 543 €)

Do. 25.4.: Wecken wieder um 6.00 Uhr und um 6.30 Uhr geht es auf letzten Game Drive der Tau Game Lodge. Die Lodge liegt auf ca. 1000 m und am Morgen ist es ganz schön frisch. Hier unsere Rangerin Megan vor dem Start:
Rangerin der Tau Game Lodge am Morgen
Als erstes treffen wir auf eine Fleckenhyäne welche schnüffelnd herumstreicht. Auf jedem Game Drive gibt es eine Kaffeepause (bzw. Sundowner am Abend). Dazu wird eine übersichtliche Stelle im Busch gesucht. Man kann sich etwas die Beine vertreten und wer muss verschwindet mit vorsichtigen Blicken hinter dem nächsten Busch.

Wie bereits gestern Abend hält Megan intensiv Ausschau nach einem Leoparden aber wir haben kein Glück. Am Rückweg noch ein paar Bilder von der Lodge.
Zurück sind wir um 9.15 Uhr (36 km). Es schließt sich ein ausgiebiges Frühstück an.

Danach heißt es packen und um 10.45 Uhr verlasse ich die Lodge mit einem weinenden Auge. Es geht Richtung Marakele NP. Erst mal 80 km Schotterstraße, ab Dwaalboom endlich eine geteerte Straße. In Thabazimbi soll es ein Geierrestaurant (= Stelle an dem Geier gefüttert werden) geben. Man bekommt den Schlüssel auf dem Golfplatz war die Aussage meines Vermieters in Rustenburg. Soweit bin ich auch gekommen aber dort wusste niemand was von einem Geierrestaurant. Die Gegend um Thabazimbi ist Bergbaugebiet (Eisenerz im Tagebau).
Also auf zum Marakele NP. Am Eingang buche ich die Unterkunft (Tlopi Tended Camp) und kaufe mir eine WildCard (der Eintritt kostet R 120, mit der WildCard für R 1400 (= 119,- €) habe ich freien Eintritt für ein Jahr in fast alle staatlichen NPs in Südafrika). Leider geht der Computer gerade nicht und ich soll morgen früh nochmal vorbeikommen um die WildCard abzuholen. Auf dem Weg zum Camp gibt es nicht viel zu sehen. Der Marakele NP ist in zwei Bereiche unterteilt: einmal mit Raubtieren und einmal ohne. Dazwischen ist ein Tor welches sich elektrisch öffnen lässt.
Am Camp angekommen packe ich erst mal aus. Die Aussicht auf den See ist grandios. Aber da ist ein Problem: es gibt kein Restaurant. Von den anderen Parks bin ich gewohnt das in einem Camp auch ein Restaurant ist. Naja etwas zum Essen findet sich denn zurück zum Einkaufen will ich nicht mehr. Dann geht es auf eine erste Erkundungsfahrt. Allerdings ist nicht viel zu sehen. Die Wege sind an manchen Stellen für ein normales Auto, wie ich es habe, auch nicht so toll. Am Abend sitze ich im Zelt vor meinem Abendessen: Orangen, Kekse, Trockenfrüchte.

Strecke: Madikwe Game Reserve – Thabazimbi – Marakele NP (240 km)
Übernachtung: Tlopi Tended Camp, Marakele NP (R 1000 = 85,- €)

Fr. 26.4.: Der Wecker klingelt um 6.00 Uhr, danach das gleiche, üppige Frühstück wie gestern Abend 😉 . Um 7.00 Uhr verlasse ich das Camp Richtung Berge. Dort gibt es auch eine große Kolonie der Kapgeier. Ein Teil der Straße ist sogar geteert. Unterwegs ein Elefant beim Fressen, es werden ganze Büsche einschließlich Wurzeln ins Maul gestopft. Irgendwann hat er wahrscheinlich mich bemerkt und er versucht mich zu erriechen. Es geht weiter hoch und oben ist die Aussicht wunderbar. Unterwegs noch ein paar Böckchen. Nur von den Kapgeiern ist nichts zu sehen. Vielleicht ist es ja noch zu früh (es ist jetzt 8.45 Uhr) und es gibt noch keine Aufwinde für die Geier? Aber ich habe keine Lust zu warten. Auf dem Rückweg begegne ich noch einem Spornkuckuck und einem Smith-Buschhörnchen.
Am Tor zwischen den beiden Sektionen angekommen lässt sich dieses nicht elektrisch öffnen. Also warten bis ein Ranger kommt. Irgendwie bin ich etwas vom Park enttäuscht.

Am Ausgang hole ich mir noch meine WildCard ab und dann geht es erst nach Thabazimbi und von dort nach Vaalwater. Die Zeederberg Cottages hatte ich mir im Loneley Planet ausgesucht. Sie liegen etwas versteckt hinter dem Einkaufszentrum. Ich habe die Zulu Hut.
Am Nachmittag fahre ich erst zur St. John’s Church ca. 18 km außerhalb (der LP schreibt 10 km). Es ist ein kleines strohgedecktes Kirchlein im Wald.
Danach wandere ich noch auf dem ehemaligen Farmgelände der Zeederberg Cotteges herum. Und was ich da sehe lässt mein (Makro-)Herz höher schlagen. Spontan entscheide ich mich den morgigen Tag auch noch hier zu verbringen.

Zum Abendessen geht es ins Dorf: Lamb Chops (R 105) und ein Bier (R 15). Beim Bier bevorzuge ich das Windhuk aus Namibia welches etwas bitterer schmeckt und nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut ist.

Strecke: Marakele NP – Vaalwater (230 km)
Übernachtung: Zeederberg Cottages, Vaalwater (R 350 + R 75 für Frühstück = 37 €)

Sa. 27.4.: Heute geht es ohne Wecker, ich stehe um 7.00 Uhr auf. Danach gibt es ein sehr üppiges Frühstück auf der Terrasse und dann ab in den Garten.
Mittags gehe ich wg. des Internets ins Bush Stop Cafe nebenan: Internet ist leider out of order. Bis jetzt war ich auf dieser Reise noch nicht im Internet und irgendwann muss ich die Unterkünfte im Kruger NP buchen. Mittags gibt es Mozzarella mit Tomaten (R 39).
Am Spätnachmittag laufe ich noch in den Ort. Vaalwater selbst ist ein langgezogenes Straßendorf und Einkaufszentrum für die in der Umgebung lebenden Menschen.

Strecke: Mein Auto habe ich heute nicht bewegt.
Übernachtung: Zeederberg Cottages, Vaalwater (R 350 + R 75 für Frühstück = 37 €)

So. 28.4.: Um 7.00 Uhr stehe ich auf, danach gibt es wieder ein sehr üppiges Frühstück. Um 8.15 Uhr geht es los, erst  Richung Süden und bei Modmolle geht es auf die N1 Richtung Norden. Ca. 11.45 Uhr bin ich am Ben Lavin Nature Reserve, Unterkunft ist kein Problem. Ich war bereits 1996 bei meiner ersten Südafrikareise hier, allerdings nur als Tagesbesucher. Im Reserve gibt es keine für Menschen gefährliche Tiere deshalb kann man sich dort frei bewegen. Erst laufe ich ein wenig herum.
Am Nachmittag fahre ich nach Louis Trichardt welches ca. 10 km entfernt ist. Nach meiner Rückkehr mache ich einen kleinen Game Drive (30 min.) der nicht sehr ergiebig ist. Danach suche ich in der Umgebung des Camps nach Makromotiven.

Strecke: Vaalwater – Modmolle – Polokwane – Louis Trichardt (367 km)
Übernachtung: Ben Lavin Nature Reserve bei Louis Trichardt (R 310 ohne Frühstück = 27 €)

Mo. 29.4.: Um 6.00 Uhr stehe ich auf und starte auch gleich zu einem Game Drive. Wegen der hohen und dichten Vegetation sieht man die Tiere nicht oder sehr spät. Der anschließende Spaziergang im Nature Reserve ist ergiebiger.

Um 11.00 Uhr verlasse ich das Ben Lavin Nature Reserve und fahre nach Louis Trichardt. Dort gibt es erst mal ein spätes Frühstück. Danach suche ich (erfolglos) nach einem Internetcafe. Dann geht es weiter nach Thohoyandou. Unterwegs geht es durch ein Obstanbaugebiet. In Thohoyandou checke ich erst in der Bougainville Lodge ein und dann geht es zum Venda Shopping Center. Ich habe mich entschlossen die Venda-Region auszulassen und von hier aus direkt in den Kruger NP zu gehen. Als erstes steuere ich das Internetcafe an und buche die Unterkünfte im Kruger NP nach meiner Liste. Die Gomo Gomo Lodge erreiche ich nicht mehr telefonisch.
Am Spätnachmittag mache ich noch einen kleinen Rundgang in der Nähe der Lodge. Fotografisch gibt es nicht viel her. Viele Schwarze sind zu Fuß unterwegs.

Strecke: Louis Trichardt – Thohoyandou (110 km)
Übernachtung: Bougainville Lodge, Thohoyandou (R 400 = 34 €)

Di. 30.4.: In der Lodge musste man das Frühstück am Abend vorher vorbestellen was ich auch gemacht habe. Irgendwie hat es nicht geklappt. Also gehe ich zu Whimpy im Shopping Center. Von dort rufe ich die Gomo Gomo Lodge an um den Termin 6./7.5. festzumachen. Der ist jetzt aber belegt, nur der 2./3.5. ist noch frei. Ich reserviere diesen vorläufig und sage dass ich mich bis 13.00 Uhr melde um zu bestätigen oder abzusagen. Dann kaufe ich noch ein. Ca. 10.00 Uhr fahr ich los Richtung Punda Maria. Vor dem Tor noch eine Herde Hausrinder. Ob die auch in den Kruger NP wollen?
Kühe vor dem Punta Maria Gate
Am Gate muss ich mich registrieren, zahle wg. der WildCard aber keinen Eintritt. Die Gate-Öffnungszeiten sind von 6.00 – 18.00 Uhr. Dann geht es zum Punda Maria Camp (11.45 Uhr). Dies ist ein kleineres Camp und die Unterkünfte sind etwas einfacher. Dort checke ich ein und ändere meine Buchungen für den Kruger NP. Als letztes bestätige ich tel. die Buchung der Gomo Gomo Lodge für den 2./3.Mai. So jetzt passt alles und ich kann mich wieder den Tieren widmen. Als erstes fahre ich die S99 rund ums Camp. Dort begegne ich als erstes einen Nilwaran. Danach gibt es noch einen Elefanten, Kudus und Impalas.
Als letztes an diesem Tag fahre ich noch ein Dreieck über die S60/H1-8/H13-1 und über die H1-3 zurück ins Camp wo ich um 17.45 Uhr ankomme.
Zum Abendessen gibt es ein 200g Rumpsteak (R 100 = 9 €).

Strecke: Thohoyandou – Punda Maria (178 km)
Übernachtung: Punda Maria Camp, Kruger Nationalpark (R 753 = 64 €)

Mi. 1.5.: Um 5.45 Uhr bin ich aufgestanden und um 6.10 Uhr geht es los. Als erstes begegnet mir eine Büffelherde. Danach sehe ich eine Gabelracke und Tschakma-Pavian hinter der Leitplanke auf der Brücke über den Shingwedzi. Das Shingwedzi Camp ist immer noch geschlossen (vor ein paar Monaten gab es große Überschwemmungen im Kruger NP). Also weiter bis zum Mopani Camp. Unterwegs sehe ich viele Heuschrecken auf der Straße.

Es ist schon 10.30 Uhr als ich im Mopani Camp ankomme, als erstes gibt es ein kräftiges Frühstück (R 54 = 4,50 €). Von der Terrasse hat man einen schönen Ausblick auf einen (aufgestauten) See.
Um 11.30 Uhr geht es weiter, erst mal auf die andere Seite des Stausees. Anschließend geht es nach Letaba. Auf der Brücke über den Letaba River darf man aussteigen. Im Letaba Camp komme ich ca. 14.00 Uhr an. Erst der Checkin und danach geht es direkt zur Unterkunft. Die runden Häuschen sind in einem Kreis angeordnet. Als erstes mache ich einen kleinem Spaziergang im Camp. Das Camp liegt direkt am Letaba River und es hat einen Swimming Pool (wie alle Camps im Kruger NP).

Ebenfalls in allen Camps (meistens in der Nähe der Rezeption bzw. des Restaurants) gibt es eine Tafel wo man seine Tiersichtungen (Elefant, Leopard, Löwe, Büffel, Wild Dog) auf einer Karte eintragen kann und natürlich sieht was andere wo gesehen haben. Dies kann man als Orientierung nehmen wo welche Tiere sind (oder besser waren).

Um 16.00 Uhr geht es nochmal raus aber außer Landschaft und zwei Schwarzstörchen gibt es keine weitere ‚Beute‘.

Strecke: Punda Maria – Letaba (248 km)
Übernachtung: Letaba Camp, Kruger Nationalpark (R 845 = 73 €)

Do. 2.5.: Losgefahren bin ich um 6.15 Uhr die H1-5 Richtung Süden und dann auf die H8 Richtung Olifants Camp. Kurz nach dem Abbiegen auf die S92 eine Impalaherde am Straßenrand beim Grasen. Es gibt ca. 100 000 Impalas im Krüger NP und man sieht sie überall. Nachdem sie jetzt schön im Morgenlicht sind bleibe ich stehen und mache ein paar Bilder. Als nächstes sehe ich einen Gaukler hoch oben in einem Baum. An einem Wasserdurchlass sind junge Hyänen. Diese nutzen den Wasserdurchlass als Bau für die Jungenaufzucht.
Der Hauptgrund warum ich den Weg über die S92 genommen habe ist die Low Water Bridge bei Balule. Bei einem früheren Aufenthalt hatte ich hier gute Bilder von Wasservögeln gemacht. Da die Brücke sehr niedrig ist, ist der Winkel beim Fotografieren nicht so steil. Heute wird es aber nichts, da sie wegen Schäden durch das Hochwasser gesperrt ist.
Als nächstes eine Giraffe beim Fressen. Sie holen sich die Blätter geschickt mit der Zunge auch von dornenbedeckten Ästen. Ist übrigens ein männliches Tier (erkennt man an den fehlenden Haaren auf den Hörnern).
Als nächstes fahre ich das Satara Camp an (9.30 Uhr), Frühstück muss auch mal sein. Dann geht es weiter zum Nsemani Dam an der H7. Dort kann man oft Nilpferde am gegenüberliegenden Ufer liegen sehen. Hier muss das 80-400mm ran (640 mm KB). Am Ufer noch zwei Nilgänse. Später sehe ich noch einen männlichen Strauß.

Ca. 12.00 Uhr verlasse ich den Kruger NP am Orpen Gate und fahre über Acornhoek die R40 nach Norden. Kurz vor Hoedspruit biege ich rechts ab Richtung Flughafen. Ich muss noch ein Gate passieren (Eintritt R 120) um in das Klaserie Private Nature Reserve zu gelangen. Ca. 13.30 Uhr erreiche ich die Gomo Gomo Lodge. Ich war bereits 2010 hier. Als erstes erfahre ich das Johan, mein damaliger Ranger, die Lodge vor ein paar Tagen für immer Richtung England verlassen hat.
Die Zeit bis zum ersten Game Drive vergeht schnell. Um 15.30 Uhr kommt eine große Elefantenherde zum Wasserloch der Lodge. Deshalb fahren wir erst um 15.45 Uhr los. Wir sehen natürlich mehr Tiere aber die Fotoausbeute ist nicht sehr groß: ein Nashorn und eine Löwin in der Dunkelheit.

Das Abendessen findet in der Boma statt: die Tische stehen im Halbkreis um ein Lagerfeuer. Zum Ende gibt es noch ein Ständchen der Angestellten. Ausklingen lasse ich den Abend an der Bar.

Strecke: Letaba – Satara – Orpen Gate – Acornhoek – Hoedspruit – Gomo Gomo Lodge (225 km)
Übernachtung: Gomo Gomo Lodge, Klaserie Private Nature Reserve (R 2088 = 177 €)

Allgemeiner Ablauf in der Lodge:

05.30 Wecken
06.00 – 9.00 Morning Game Drive
09.30 Frühstück
10.30 Bush Walk
14.00 Mittagessen
15.30 – 19.00 Afternoon Game Drive
20.00 Abendessen

Aus Sicherheitsgründen ist es nachts nicht erlaubt ohne Ranger vom Hauptgebäude zu den Unterkünften zu gehen.

Fr. 3.5.: Um 5.30 Uhr klopft ein Ranger an der Tür. Ich gehe zum Hauptgebäude wo die anderen Gäste langsam eintreffen um bei einem Kaffee wach zu werden. Heute sind wir sieben Touristen auf dem Fahrzeug. Die fotografische Ausbeute ist wieder nicht sehr groß. Das liegt zum einen an fehlenden Attraktionen (z.B. Katzen) und zum anderen daran dass ich schon viele Bilder von Tieren habe und nur sehr vorsichtig fotografiere. Wir begegnen einen etwas seltsames Safarifahrzeug (VW-Bus). Bis jetzt habe ich nur Toyotas oder Land Rover gesehen.

Nach dem Frühstück mache ich ein paar Bilder in der Lodge. Als erstes ‚mein‘ Haus, dann der Blick von meiner Unterkunft auf die Hauptterrasse mit Swimming Pool.
Danach startet der Bush Walk. Das letzte Bild ist die Lodge vom gegenüberliegenden Ufer des Wasserlochs. Nach dem Walk widme ich meine Aufmerksamkeit der Umgebung meiner Unterkunft. Ich entdecke eine Seidenspinne (Nephila sp.) und eine mir unbekannte Echse.

Beim Afternoon Game Drive treffen wir zuerst auf eine Elefantenherde am Wasserloch. Dies ist immer ein Augenschmaus. Danach läuft uns noch ein Nashorn über den Weg und als es schon dunkel wird treffen wir auf afrikanische Wildhunde. Dies ist ein toller Abschluss.

Vor dem Abendessen werden die Bilder auf den Laptop kopiert und auf die ext. Festplatte gesichert. Auch schaue ich schnell über die Bilder und offensichtlich missglückte werden gleich gelöscht. Das Abendessen findet wie gestern in der Boma statt. Dann noch ein Bier an der Bar und um 22.30 Uhr liege ich im Bett.

Übernachtung: Gomo Gomo Lodge, Klaserie Private Nature Reserve (R 2088 = 177 €, mit Getränken zahle ich für die 2 Tage insgesamt R 4400 = 374 €)

Sa. 4.5.: Der Tag beginnt um 6.15 Uhr mit meinem letzten Game Drive in Gomo Gomo. Erst mal finden wir lange nichts interessantes. Kurz nach 8.00 Uhr treffen wir auf eine Impalaherde und kurz danach auf eine Elefantenherde.
Um 9.00 Uhr sind wir zurück. Vor dem Frühstück besuche ich noch ‚meine‘ Seidenspinne und nach dem Frühstück kommt eine große Elefantenherde zum Wasserloch der Lodge. Ob es die gleiche wie am ersten Tag ist kann ich nicht sagen.
Um 10.30 Uhr verabschiede ich mich und mache mich auf den Weg zurück in den Kruger NP. Bevor ich das Klaserie Private Nature Reserve verlasse sehe ich noch zwei kämpfende Giraffenbullen.

So ein Kampf sieht für den Beobachter recht gemütlich aus. Abwechselnd versucht der eine und dann der andere mit seinen Hörnern zuzustoßen. Dazwischen ist eine Pause von mind. 1 min. Manchmal stehen sie dabei auch direkt nebeneinander. An anderer Stelle habe ich schon erklärt dass man Bullen an den abgewetzten Hörnern erkennt. Dies ist die Erklärung dafür.

Ich fahre zurück zur R40, dann Richtung Norden nach Hoedspruit. Dort kaufe ich noch ein. Dann weiter Richtung Norden und um 13.15 Uhr geht es am Phalaborwa Gate in den Kruger NP. Am Nhlanganini Dam fotografiere ich Nilpferde.
Dann geht es weiter zum Checkin im Letaba Camp (14.45 Uhr). Um 15.15 Uhr verlasse ich das Camp um den Engelhard Dam von der nördlichen Seite anzufahren. Gleich nach dem Camp stoße ich auf Impalas, eine Elefantenherde auf dem Weg zum Letaba River und einen Steinbock einer kleinen Antilopenart. Am Engelhard Dam sehe ich in einen Baum einen Vangaschnäpper, im Wasser ein gähnendes Nilpferd, einen Sattelstorch und an einer Brücke Graufischer. Das war gar nicht so schlecht. Um 17.30 Uhr bin ich heute schon im Camp zurück. Abendessen: Rumpsteak mit Ei und Chips und Castle Bier (R 115 = 10 €).

Strecke: Hoedspruit/Gomo Gomo Lodge – Phalaborwa – Letaba (240 km)
Übernachtung: Letaba Camp, Kruger Nationalpark (R 845 = 73 €)

So. 5.5.: Es geht relativ spät los: 6.30 Uhr. Es ist bewölkt und hat ca. 16°C. Zuerst fahre ich die S94 südlich bis zum Bau der Hyänen und ich habe Glück sie sind zuhause. Den Bau hatte ich bereits am 2.5. entdeckt.
Dann geht es wieder zurück bis fast zum Camp um auf der S46/S93 entlang des Letaba Rivers Richtung Olifants zu fahren. Erst mal wieder Impalas auch Schwarzfersenantilope genannt (am 2. Bild sieht man die namensgebenden schwarzen Haarbüschel an der Ferse). Der Letaba River führt nicht sehr viel Wasser. Die Regenzeit (November-April) ist schon vorbei. In Olifants gibt es erst mal Frühstück (R 60 = 5 €). Dort wieder die Tafel mit den Tiersichtungen (Löwe, Leopard, Büffel, Elefant, Nashorn, Gepard und Wild Dog). Das es noch recht früh ist gibt es bei ‚heute‘ noch keine Markierungen.

Um 10.00 Uhr geht es weiter, erst am Olifants River entlang, dann die Hauptstraße (H1-4) Richtung Süden um dann rechts in die S39 einzubiegen. Dort stoße ich auf Streifengnus und Weißrückengeier im trockenen Flussbett des Timbavati rivers.
Weiter südlich ein Dreiband-Regenpfeifer und ein Nilkrokodil beim Sonnen.

Um 14.15 Uhr bin ich im Satara Camp welches ich nach dem Checkin um 14.45 Uhr wieder verlasse in Richtung S100 die ich Lion Road nenne. Mit Löwen wird es nichts aber ein Streifengnu im schönen Abendlicht und eine Kori-Trappe entschädigen halbwegs.
Die Fahrt geht weiter über die S41, S90 und H1-4 zurück zum Camp (17.15 Uhr).

Strecke: Letaba – Satara (195 km)
Übernachtung: Satara Camp, Kruger Nationalpark (R 950 = 82 €)

Mo. 6.5.: Los geht es um 6.30 Uhr, erst mal die S100 nach Osten. In der Mitte der Strecke ein Raubvogelpärchen auf einem dürren Baum wahrscheinlich Ohrengeier.
Später auf der S41 noch ein Swainsonfrankolin. Danach ein kurzer Stopp am N’wanetsi Lookout. Der Aussichtspunkt ist auf einer kleinen Kuppe und man hat einen schönen Blick auf die Landschaft.
Dann geht es auf der S37 weiter südlich zur H1-3 bis Tschokwane. Dort gibt es ein ausgiebiges Frühstück. Es lohnt sich auch an der Raststätte nach Glanzstaren Ausschau zu halten. Da sie oft gefüttert werden sind sie leichte Beute für Fotografen. Danach geht es auf der H1-3 zurück nach Satara. Unterwegs ein Stopp am südlichsten Baobab oder Affenbrotbaum.
In Satara mache ich erst mal von 12.30 bis 14.30 Uhr Pause. Danach wieder auf die S100. Dort aber nur Zebras, ein mächtiger Elefant (die Aufnahme ist mit 70 mm/112 mm KB gemacht) und ein Streifengnu aber keine Löwen.
Weiter geht es die S41 nach Süden und die H6 zurück. Auf der H6 sehe ich den Vogel am Boden den ich nicht näher bestimmen konnte. An der Kreuzung H6/H1-3 sehe ich noch ein Breitmaulnashorn im hohen Gras.
Zurück im Camp bin ich bereits um 17.00 Uhr. Heute Abend gehe ich noch auf einen Night Drive (20.00 – 22.30 Uhr) mit einem Fahrzeug der Nationalparkverwaltung. Allerdings war es für Bilder zu dunkel. Dieser geht erst mal Richtung Norden entlang der H1-4 bis zur S90 und dann nach Westen an der H7 entlang. Teilweise wird auf Wegen gefahren welche für Touristen gesperrt sind.

Strecke: Satara – S100 – S41 – S37 – Tshokwane – Satara- S100 – S41 – H6 – Satara (205 km)
Übernachtung: Satara Camp, Kruger Nationalpark (R 950 = 82 €)

Di. 7.5.: Heute geht es um 6.10 Uhr los auf die S1oo und heute macht sie ihren Namen alle Ehre: Lion Road. Um 7.00 Uhr stoße ich auf diese beiden Löwinnen im Gras.
Zwei Löwinnen im Gras
Es ist mehr ein Belegfoto. Man kann sich gut vorstellen wenn sich die beiden hinlegen sieht man nichts mehr. Das hohe Gras ist ein allgemeines Problem im südafrikanischen Herbst wenn man nur ein ’normales‘ Auto hat. Im Oktober hat man dieses Problem nicht.
Danach geht es die S41/S90 Richtung Norden. Da die Brücke bei Balule gesperrt ist fahre ich auf der S89 zur H1-4 und dann zum Olifants Camp zum Frühstücken. Auf der Brücke über den Olifants River halte ich und steige aus (ist hier erlaubt). Wenn Affen in der Nähe sind sollte man die Autotüren schließen.
Das Olifants Camp liegt auf einen Hügel direkt über dem Olifants River und man hat einen herrlichen Blick auf diesen.
Nach dem Frühstück geht es entlang des Letaba Rivers weiter nach Norden zum Letaba Camp. Zurück geht es auf der Hauptstraße. Kurz nach dem Camp eine junge Fleckenhyäne am Straßenrand.

Am N’wamanzi Lookout erst mal ein Blick auf den Olifants River und dann auf die kleinen Dinge in die nähere Umgebung.
Gegen 16.00 Uhr fahre ich noch zum Nsemani Dam. Auf dem Rückweg fallen mir auf der H7 in der Nähe des Satara Camps Afrikanische Marabus am Boden auf. Nach einiger Zeit entdecke ich ihren Schlafbaum ganz in der Nähe.

Nachdem ich morgen den Kruger NP verlasse, lasse ich mein Auto im Camp noch vom Staub befreien (R 20). Abendessen: Beef Filet Steak (R 105 = 9 €).
Mein Auto wird vom Staub befreit

Strecke: Satara – Olifants – Letaba – Satara (220 km)
Übernachtung: Satara Camp, Kruger Nationalpark (R 950 = 82 €)

Mi. 8.5.: Um 6.15 Uhr fahre ich los. Nachdem das Auto gestern Abend gewaschen wurde nehme ich mir vor möglichst auf Teerstraßen zu bleiben. Es geht auf der H1-3 nach Süden. Als erstes ein wundervoller Sonnenaufgang. Die Streifen im Bildrechts über der Wolkenbank sind kein Bildfehler. Sieht aus wie ein lokaler Wirbelsturm in weiter Ferne. Danach Zebras und Giraffen im Nebel (auf der südlichen Halbkugel ist Herbst!). In Tshokwane gibt es Frühstück. Danach geht es weiter auf der H1-2. Der nächste Fotostopp ist beim Leeupan-Wasserloch.

Die Straßen im Kruger NP sind sehr gut ausgeschildert. An jeder Kreuzung stehen Wegweiser mit Entfernungsangaben. Zusammen mit einer Karte, die es in jedem Shop gibt, kann man sich nicht verfahren.

Unterwegs noch ein Elefant der es eilig hat. Auf der H12 überquere ich den Sabie River und fahre auf der H4-1 bis zum Nkuhlu Picnic Spot. Hier wende ich und fahre am Sabie River entlang bis Skukuza. Wie (fast) alle Camps bietet die Terasse dort einen wunderbaren Ausblick auf den Sabie River.
Es ist bereits 12.00 Uhr und ich fahre weiter. Ich entschließe mich die H1-1 zu nehmen und den Kruger NP am Numbi Gate zu verlassen. Vorher fahre ich noch auf den Mathekenyane Grankop Aussichtspunkt, einer Steinkuppe in der sonst flachen Landschaft.

Um 14.15 Uhr verlasse ich den Kruger NP: Bye Bye bis zum nächsten Mal. Über Hazyview geht es auf der R536 bis Sabie und dann auf der R537 bis Lydenburg. Die Landschaft ist hügelig und abwechslungsreich. Die folgenden Bilder sind zwischen Sabie und Lydenburg aufgenommen.

Das De Ark Guesthouse habe ich aus dem Lonely Planet. Um 16.35 Uhr komme ich an. Um 17.00 Uhr mache ich mich auf um die Stadt etwas zu erkunden.
Zum Abendessen suche ich mir ein Restaurant in der Stadt (die Auswahl ist nicht so groß). Es gibt ein Beef Filet Steak (R 105).

Strecke: Satara – Tshokwane- Skukuza – Numbi Gate – Hazyview – Sabie – Lydenburg (300 km)
Übernachtung: De Ark Guesthouse, Lydenburg (R 550 = 47 €)

Do. 9.5.: Um 7.00 Uhr stehe ich auf, frühstücke und um 8.30 Uhr geht es los. Erst kaufe ich Biltong (= getrocknetes Fleisch) für zuhause. Leider gibt es kein Kudu, deshalb nehme ich nur Beef. Ich habe mich entschlossen erst nach Pretoria zu fahren (da war ich noch nie). Erst geht es die R540 nach Süden. Landwirtschaft ist überall, d.h. neben der Straße ist erst mal ein Zaun. In Dullstroom mache ich einen kurzen Stopp aber der Ort ist nicht nach meinen Geschmack. In Dullstroom mache ich einen kurzen Stopp aber der Ort ist nicht nach meinen Geschmack.

Am Ortsrand nehme ich eine Anhalterin mit. Sie will nach Jo’burg. Sie erzählt mir das sie sieben Sprachen spricht. In Belfast geht es auf die N4. Vor Witbank (hier zweigt die Autobahn N12 nach Jo’burg ab) frage ich meinen Gast ob sie aussteigen will: nein sie fährt mit bis Pretoria. Ich lasse mich vom Navi in die Stadtmitte führen. Und da bin ich nun, habe aber keinen so richtigen Plan was ich ansehen möchte. Also laufe ich einfach etwas in der Stadt herum.

Die Raupen gibt es am Straßenrand. Ich habe aber weniger Appetit darauf und gehe in ein Restaurant. Um 14.30 Uhr mache ich mich auf den Weg nach Jo’burg. An der Raststätte Esselenpark mache ich eine kurze Pause und tanke das Auto voll. Um 16.15 Uhr bin ich am Flughafen und dann geht alles seinen Gang: Autoabgabe, Checkin und warten. Abflug nach Frankfurt ist um 19.05 Uhr, wieder mit einer A380.

Strecke: Lydenburg – Belfast – Pretoria – Johannesburg (350 km)

Fr. 10.5.: Ankunft in Frankfurth 5:45 Uhr, danach mit dem Zug nach Nürnberg.

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